Firmware Update HP4510G Switch

Ich hatte mich vor einiger Zeit bereits über die Unhandlichkeit von Switchen ausgelassen. Fast jeder Kaffee-Vollautomat oder Kühlschrank verfügt heute über eine Web-GUI, über die man z.B. Software Updates einspielen kann. Nicht so bei einem HP 4510G Switch, den ich aktualisieren musste.

FTP Server

Zur Aktualisierung benötigt man einen FTP Server. Ist keiner vorhanden oder verwendbar, hilft ein kleines Programm namens Quick’nEasyFTP Server.

Software Update

Die Update Pakete auf einen zugänglichen FTP Server legen oder den lokalen FTP Server starten. Letztere Variante ist recht handlich und funktioniert immer.

Nun muss man eine Telnet (ja, willkommen im IT-Neolithikum) Verbindung zum Switch aufbauen. Der geneigte Windows7 Benutzer wird nun zu Recht sagen: Telnet-Client? Habe ich nicht! Doch er ist noch vorhanden auf Windows7, aber man muss ihn erst aktivieren.

  • in die Suchleiste Telnet eingeben und den Client starten
open <Switch IP>
    • Login als admin und dem entsprechenden Passwort

Platz schaffen

Mit großer Wahrscheinlichkeit liegt bereits ein BIN Image auf dem internen Flash Speicher des Switches und verhindert den Download des aktuellen BIN Images vom FTP Server.

      • Hier eine der eventuell vorhanden BIN Dateien löschen
del <file>

Bit „del“ ist die Sache noch nicht erledigt (darauf bin ich zunächst reingefallen).

dir /all

Nun sieht man, dass die gelöschten Dateien noch vorhanden sind (Papierkorb). Endgültig beseitigt man sie mit dem folgenden Kommando.

reset recycle-bin

Download vom FTP Server

Jetzt kann es endlich losgehen.

ftp <IP des FTP Servers>
  • Login als User anonymous mit leerem Passwort, oder dem FTP User mit Passwort falls der Server dies erfordert.
  • Updatepakete vom FTP Server laden. Ich habe die Pakete hier der Einfachheit wegen „update.bin“ und „update.btm“ genannt, wie im HP Manual. Die richtigen Namen sind natürlich anders und länger. Man benötigt das BIN und BTM File.

Nicht wundern. Der Download (ca. 12MB) dauert quälend lange. Klar, ist ja Telnet. 🙂

[ftp] get update.bin
[ftp] get update.btm
[ftp] bye

Upgrade boot ROM

bootrom update file update.btm slot 1
  • mit Y bestätigen

System Software Image definieren

boot-loader file update.bin slot 1 main
  • mit Y bestätigen

Der nächste Schritt dient der Kontrolle.

display boot-loader

4510G-update01
Alles OK. Klar zum Reboot.

reboot

Login in über Browser

Hier kam die nächste herbe Enttäuschung. Die Loginseite erschien und nach Eingabe von User und Passwort wurde folgende Fehlermeldung ausgegeben:

„The Product Function error !“

Nicht sehr aussagekräftig und wahrscheinlich von einem Inder aus dem Japanischen übersetzt. 😉 Dieses Problem trat jedoch nur mit IE9 auf. Mit Firefox (20) und IE10 wurde eine neu gestaltete Loginseite gezeigt, die neuerdings auch ein Captcha erfordert.

 

VM Netzwerke migrieren

Dies ist eine Kurzanleitung für ein Verfahren, das eigentlich nicht schwierig ist. Man führt den Prozess aber recht selten aus und daher muss ich immer wieder erneut danach suchen. 🙂

Möchte man  Virtuelle Maschinen von einem vSwitch auf einen anderen übertragen, so geht das recht komfortabel mit einem Assistenten. Im Beispiel unten werden VMs von einem dvSwitch auf einen Standard vSwitch übertragen. Man geht dazu im vShere Client über Home > Network. Dort wählt man den Quellswitch aus

DVSwitch wählen > Übersicht

MigratevSwitch01

Im nun folgenden Assistenten wählt man Quell- und Zielswitch.

MigratevSwitch02

Im nächsten Dialog kann man entweder alle VMs des Switches oder gezielt einzelne VMs wählen.

Links

  • VMware KB 1010612 – Migrating virtual machines between vSwitch or PortGroups to vDS or dvPortgroups

Powershell Script mit Shortcut starten

Ein Powershell Script startet gewöhnlich nicht durch Doppelklick, sondern es muss zunächst über die Powershell Konsole aufgerufen werden oder mit einem anderen Tool wie z.B. PowerGUI. Man kann dies umgehen, indem man das Skript über einen Shortcut anspricht. Ich zeige das exemplarisch anhand eines Shortcuts auf dem Desktop, der ein Powershell Skript startet.

Ablauf

Dummy Shortcut auf dem Desktop erstellen.

PS_short01

Unter Windows7 wird man nach Ort und Name der Verknüpfung gefragt. Bei älteren Systemen wie z.B. Server 2003 wird im ersten Schritt nur nach dem Ort gefragt.

PS_short02

PS_short03

Danach erhält man zunächst eine Dummy Verknüpfung, die noch nichts mit Powershell zu tun hat.

PS_short04Wir ändern nun die Eigenschaften. Als Ziel geben wir folgenden Pfad ein:

%SystemRoot%\system32\WindowsPowerShell\v1.0\powershell.exe -ExecutionPolicy Bypass -File "D:\Skripte\test.ps1"

Dabei ist es egal welche Version von Powershell auf dem System installiert ist. Der Pfad lautet immer „\v1.0\“.

Die Bypass Option ermöglicht die Ausführung des Scripts auch dann, wenn die ExecutionPolicy der Shell auf „Restricted“ steht. Ist das ein Sicherheitsproblem? – Nein. Wer Rechte hat, auf einem System Scripte auszuführen, der hat ohnehin schon vollen Zugang.
PS_short05

Nach Bestätigung mit OK ändert sich das Aussehen unseres Shortcuts:

PS_short06Bei Ausführung erscheint noch das Powershell Konsolenfenster. Wer das nicht möchte kann folgenden Parameter hinzufügen:

-WindowStyle Hidden

ESXi Maintenance Mode via PowerCLI und vMA

PowerCLI

Bevor die Kommandos abgesetzt werden können, muss eine Verbindung mit dem Host oder den VCenter hergestellt werden.

Verbindung mit einem ESXi herstellen:

Connect-viserver -server <Servername> -user root -password <myPass>

Verbindung mit einem vCenter herstellen:

Connect-viserver -server <vCenter> -user <domain\user> -password <myPass>

Start Maintenance Mode

Set-VMHost -VMHost <Hostname> -State maintenance

Host wechselt in den Wartungsmodus. Fall er sich schon im Wartungsmodus befindet passiert nichts.

Maintenance Mode beenden

Set-VMHost -VMHost -State connected

Host beendet den Wartungsmodus. Wenn der Host nicht antwortet wird die Verbindung neu hergestellt.

Reboot Host

Restart-VMHost -VMHost <Hostname> [-Force] [-Evacuate] [-RunAsync] [-Whatif] [-Confirm]

Parameter in eckigen Klammern [ ] sind optional.

  • Force: Host wird neu gestartet, auch wenn er nicht im Wartungsmodus ist
  • Evacuate: (funktioniert nur bei Connect zu vCenter!). Ausgeschaltete VMs werden automatisch auf anderen ESX Servern registriert. Wenn diese nicht möglich sit, bleiben sie auf dem Host und sind für die Dauer des Reboots nicht erreichbar (grau). Aktive VMs werden migriert. Falls dies nicht möglich ist wartet der Prozess, bis diese manuell abgeschaltet werden.
  • RunAsync: Kommando kehrt sofort zur Konsole zurück, ohne den Abschluss des Vorgangs abzuwarten.
  • Whatif: Ausgabe erfolgt nur auf der Konsole. es werden keine Aktionen ausgeführt. Dient der Simulation.
  • Confirm: Default = true. Ist der Parmeter gesetzt erwartet das Kommando eine Bestätigung durch den Nutzer.

vMA / vSphereCLI

Von der vMA bzw. der vSphereCLI gibt es drei Komanndos für den Wartungsmodus:

vicfg-hostops --server <ESX-Host> --operation enter|exit|reboot

Der Befehl kann entweder mit dem Parameter enter oder exit oder reboot ausgeführt werden.