ESXi: kritischer Fehler in CBT kann Backups unbrauchbar machen

Changed-Block-Tracking (CBT) ist eine sehr nützliche Funktion, um beispielsweise einer Backup Software mitzuteilen, welche Blöcke sich seit einen Zeitpunkt [t] verändert haben. Somit können gezielt diese Blöcke gesichert werden, was natürlich erheblich Zeit spart.
Genau in dieser CBT Funktion gibt es einen Fehler, der lange unerkannt blieb. Er tritt nach Angaben von VMware dann auf, wenn eine vDisk über 128 GB vergrößert wurde.
VMware und Veeam empfehlen, nach einer Vergrößerung der vDisk einer VM, einen CBT reset durchzuführen. Beim nächsten Durchgang von Veeam Backup wird CBT wieder aktiviert und arbeitet korrekt.

Alternativ kann auch ein PowerCLI Skript verwendet werden, das CBT im laufenden Betrieb zurücksetzt. Das Skript resetCBT wurde vom Veeam Support erstellt. Der Aufruf erfolgt mit Parametern. Es funktioniert nur bei eingeschalteten VMs.

Verwendung auf eigen Gefahr !

-vcenter: <FQDN vCenter>

-vms: Liste der VMs durch Komma getrennt (keine Leerzeichen!)

resetCBT.ps1 -vcenter example.vcenter.local -vms "vmname1,vmname2,vmname3,vmname4"

ResetCBT01

Update:

Möglicherweise löst VMware das Problem in ESXi5.5 mit aktuelltem Patchlevel (2143827) automatisch (?). Nach der Vergrößerung einer vDisk meldete Veeam Backup (v7) folgende Warnung:

ESXiCBT01Wurde von Seite des ESXi Servers das CBT automatisch deaktiviert?

Update 17. Nov 2014

Veeam hat einen Hotfix für B&R Version 7 veröffentlicht. Er besteht aus 4 DLL Dateien, die getauscht werden müssen. Voraussetzung ist Veeam Backup and Replication 7.0.0.871 (patch 4).

  • Sicherstellen dass Version 7.0.0.871 installiert ist
  • Veeam Dienste stoppen
  • DLLs im Verzeichnis „C:\Program Files\Veeam\Backup and Replication\Backup“ mit den Hotfix DLLs ersetzen.
  • Veeam Dienste wieder starten

 Links

  • Veeam KB – CBT Data Corruption
  • VMware KB – QueryChangedDiskAreas API returns incorrect sectors after extending virtual machine vmdk file with Changed Block Tracking (CBT) enabled (2090639)
  • Veeam KB – How to reset CBT

 

Warum es kein Windows 9 geben wird…

Microsoft überraschte mit der Ankündigung, dass ihr kommendes Betriebssystem nicht Windows 9 heißen wird, sondern statt dessen Windows 10. Es wurde viel spekuliert über diesen Versionssprung. Als möglicher Grund hierfür wurde beispielsweise genannt, dass die Zahl 9 in Japan als Unglückszahl gilt.
Es sieht nun aber so aus, als habe Microsoft hierfür ganz pragmatische Beweggründe gehabt. Ein Microsoft (?) Entwickler äußerte sich zu dem Thema auf Reddit.
Generationen von Software Entwicklern verwendeten einen simplen Codeschnipsel zur Unterscheidung der unterschiedlichen Windows Versionen.

if(version.StartsWith("Windows 9")) { /* 95 and 98 */ } else {

Was lange Jahre funktionierte, würde nun mit einer Einführung von Windows 9 einiges an Konfusion und Ärger auslösen.

ADS: Schema Erweiterung 2012 R2

Der Support für Windows Server 2003 endet zum 14. Juli 2015 und noch immer finden sich zahlreiche 2003 Server-Systeme im produktiven Umfeld. Eine Migration auf die Plattform Server 2008 R2 wird meist zugunsten von Server 2012 R2 übersprungen.

Ich schildere hier das Upgrade durch hinzufügen eines weiteren Domänencontrollers 2012 R2 zur bestehenden Domäne auf Basis von Server 2003 R2 mit der ADS Schema Erweiterung auf Server 2012 R2.

Voraussetzungen

  • Domänen Funktionsmodus (domain functional level) muss mindestens „Server 2003“ sein. Dazu das Tool „Active Directory Domänen und Vertrauensstellungen“ öffnen und das Kontextmenü auf dem Domänennamen öffnen. Gleichermassen im Tool Active Directory Benutzer und Computer“ Kontextmenü auf den Forest.
  • Neuer Windows Server 2012 R2 mit fester IP als Memberserver in der bestehenden Domäne.
  • Alle bestenden Domänencontroller müssen sauber replizieren. Es existieren keine Tombstones. Das Ereignislog ist sauber.
  • Microsoft SP1 Support Tools sind auf den 2003 Servern installiert.

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