Server 2012 aktualisiert den freien Plattenplatz nicht

Ein Veeam Backup Server unter Windows Server 2012 gab im Log eine Backup Warnung.

Backup location “D:\Veeam\Backup” is getting low on free disk space (76,5 GB left of 2,5 TB).

Soweit eine normale und eindeutige Meldung. Ich untersuchte das Volume auf mögliche Einsparungspotenziale. Der aktive Veeam Job belegte etwa 1 TB und ein altes Backupfile ca. 250 GB. Ansonsten waren keine nennenswerten Verzeichnisse oder Dateien zu sehen. Ich löschte noch das alte Backupfile unter Umgehung des Papierkorbs (Shift + Del), aber der freie Speicher auf D: vergrößerte sich nicht. Der Papierkorb war leer. Weiterlesen

Powershell Space Invaders

Powershell ist ein mächtiges Hilfmittel für vielfältige Aufgaben im IT Bereich. Nicht nur eine Shell, sondern eine ernsthafte Progammierplattform. Was die Bash für Linux, das ist die PS für moderne Windows Systeme.

Dass man damit auch nicht ganz ernst gemeinte Dinge programmieren kann, zeigt das Beispiel von Adrian Milliner alias Soapyfrog. Er hat den Spielhallen Klassiker Space Invaders auf Powershell portiert. Das Ergebnis: psinvaders :-)

psinvaders01

Die Idee ist toll und das Spiel ist ein riesen Spass für die Kaffeepause.

Links

Disable Shutdown Event Tracker

Wird ein Windows 2008 R2 Server nicht ordentlich beendet, so erscheint beim nächsten Login eine Warnung der Ereignisprotokollierung (vgl. Bild unten).

evnttrc05 Für Server ist dies eine nützliche Funktion für den Admin. Bei Verwendung von Server 2008 Systemen in VDI Umgebungen ist dies jedoch sehr störend, da die Nutzer hiermit in der Regel nichts anfangen können. Weiterlesen

APC NMC Notification Intervall

Eine APC USV mit Network Management Card (NMC) sorgte kürzlich für ein volles Postfach. Eine kritische Warnung wurde im 2-Minuten Takt wiederholt. Der Vorfall ereignete sich am frühen Abend, das Postfach wurde aber erst am nächsten Morgen ungeprüft. Über mehrere Stunden kommt dort eine reichliche Anzahl Mails zusammen. Das musste verändert werden. Eine Meldung genügt. Doch wo befindet sich diese Einstellung? Ich hätte sie in den Benutzer Einstellungen erwartet, das war jedoch nicht det Fall. Nach längerer Suche fand ich den Ort, wo die Programmierer die Funktion versteckt hatten.

Administration > Notification > by Group

APCAlert01

Eventgruppen wählen und mit “next” fortsetzen.

 

APCAlert02

e-mail Recipients auswählen

APCAlert03Next.Hier ist man endlich am Ziel.

 

APCAlert04

Haken bei Repeat entfernen und Next.

APCAlert05

vSphere 5.1 U1 erschienen

VMware hat das Update1 für vSphere 5.1 veröffentlicht. Details zu Bugfixes und Neuerungen finden sich in den Releasenotes.

Was ist neu?

Neben der Unterstützung neuer Guest OS (Ubuntu 13.04), gab es zahlreiche Bugfixes. In Bezug auf Storage haben sich auch einige Dinge geändert. Cormac Hogan geht im vSphere Blog im Beitrag “New Storage Enhancements in vSphere 5.1 U1” näher darauf ein.

svMotion Rename Bug gelöst

Erfreulicherweise ist der svMotion rename bug nun endlich auch für vSphere 5.1 beseitigt. Für 5.0 U2 gab es schon einige Zeit einen Fix. Die Funktion ist allerdings nicht sofort nach dem Update funktional. Man muss zunächst in den erweiterten Eigenschaften des vCenter den Parameter provisioning.relocate.enableRename aktivieren.

Links

Firmware Update 3Com 4500G Switch

Gerade kürzlich habe ich den Upgradeprozess eines HP4510 Switches gebloggt. Das Verfahren ist für die ältere 4500G Serie (3Com) ähnlich, unterscheidet sich aber in ein paar Kommandos.

Ich werde mich hier sehr kurz fassen und nur den eigentlichen Upgradeprozess skizzieren. Details zu Vorbereitung und Bereitstellung der Boot-Images sind im Beitrag “Firmware Update HP4510G Switch” beschrieben.

Es werden für das Upgrade zwei Dateien benötigt. Der Bootloader (BTM) und das Softwareimage (APP).

ftp <IP des FTP Servers>

Dateien in den Flash Speicher des Switches laden. Ich nenne sie hier update.app und update.btm. Die realen Namen sind etwas sperriger.

[ftp] get update.app
[ftp] get update.btm
[ftp] bye

Update BootROM

bootrom update file update.btm

System Software Image definieren

boot-loader file update.app main

Testen

display boot-loader

Neustart des Switch

reboot

Die Telnet Sitzung wird getrennt.

 

VMware Trainingvideo zu vSphere 5.1 SSO

VMware hat eine Reihe nützlicher Videoclips veröffentlicht, die in kurzen Beiträgen Eigenschaften des Webclients und SSO erklären.

Understanding the Administrators Role

vCenter Single Sign On in the vSphere Web Client

vCenter Single Sign On: Managing Users

Firmware Update HP4510G Switch

Ich hatte mich vor einiger Zeit bereits über die Unhandlichkeit von Switchen ausgelassen. Fast jeder Kaffee-Vollautomat oder Kühlschrank verfügt heute über eine Web-GUI, über die man z.B. Software Updates einspielen kann. Nicht so bei einem HP 4510G Switch, den ich aktualisieren musste.

FTP Server

Zur Aktualisierung benötigt man einen FTP Server. Ist keiner vorhanden oder verwendbar, hilft ein kleines Programm namens Quick’nEasyFTP Server.

Software Update

Die Update Pakete auf einen zugänglichen FTP Server legen oder den lokalen FTP Server starten. Letztere Variante ist recht handlich und funktioniert immer.

Nun muss man eine Telnet (ja, willkommen im IT-Neolithikum) Verbindung zum Switch aufbauen. Der geneigte Windows7 Benutzer wird nun zu Recht sagen: Telnet-Client? Habe ich nicht! Doch er ist noch vorhanden auf Windows7, aber man muss ihn erst aktivieren.

  • in die Suchleiste Telnet eingeben und den Client starten
open <Switch IP>
    • Login als admin und dem entsprechenden Passwort

Platz schaffen

Mit großer Wahrscheinlichkeit liegt bereits ein BIN Image auf dem internen Flash Speicher des Switches und verhindert den Download des aktuellen BIN Images vom FTP Server.

      • Hier eine der eventuell vorhanden BIN Dateien löschen
del <file>

Bit “del” ist die Sache noch nicht erledigt (darauf bin ich zunächst reingefallen).

dir /all

Nun sieht man, dass die gelöschten Dateien noch vorhanden sind (Papierkorb). Endgültig beseitigt man sie mit dem folgenden Kommando.

reset recycle-bin

Download vom FTP Server

Jetzt kann es endlich losgehen.

ftp <IP des FTP Servers>
  • Login als User anonymous mit leerem Passwort, oder dem FTP User mit Passwort falls der Server dies erfordert.
  • Updatepakete vom FTP Server laden. Ich habe die Pakete hier der Einfachheit wegen “update.bin” und “update.btm” genannt, wie im HP Manual. Die richtigen Namen sind natürlich anders und länger. Man benötigt das BIN und BTM File.

Nicht wundern. Der Download (ca. 12MB) dauert quälend lange. Klar, ist ja Telnet. :-)

[ftp] get update.bin
[ftp] get update.btm
[ftp] bye

Upgrade boot ROM

bootrom update file update.btm slot 1
  • mit Y bestätigen

System Software Image definieren

boot-loader file update.bin slot 1 main
  • mit Y bestätigen

Der nächste Schritt dient der Kontrolle.

display boot-loader

4510G-update01
Alles OK. Klar zum Reboot.

reboot

Login in über Browser

Hier kam die nächste herbe Enttäuschung. Die Loginseite erschien und nach Eingabe von User und Passwort wurde folgende Fehlermeldung ausgegeben:

“The Product Function error !”

Nicht sehr aussagekräftig und wahrscheinlich von einem Inder aus dem Japanischen übersetzt. ;-) Dieses Problem trat jedoch nur mit IE9 auf. Mit Firefox (20) und IE10 wurde eine neu gestaltete Loginseite gezeigt, die neuerdings auch ein Captcha erfordert.

 

VM Netzwerke migrieren

Dies ist eine Kurzanleitung für ein Verfahren, das eigentlich nicht schwierig ist. Man führt den Prozess aber recht selten aus und daher muss ich immer wieder erneut danach suchen. :-)

Möchte man Virtuelle Maschinen von einem vSwitch auf einen anderen übertragen, so geht das recht komfortabel mit einem Assistenten. Im Beispiel unten werden VMs von einem dvSwitch auf einen Standard vSwitch übertragen. Man geht dazu im vShere Client über Home > Network. Dort wählt man den Quellswitch aus

DVSwitch wählen > Übersicht

MigratevSwitch01

Im nun folgenden Assistenten wählt man Quell- und Zielswitch.

MigratevSwitch02

Im nächsten Dialog kann man entweder alle VMs des Switches oder gezielt einzelne VMs wählen.

Links

  • VMware KB 1010612 – Migrating virtual machines between vSwitch or PortGroups to vDS or dvPortgroups

Powershell Script mit Shortcut starten

Ein Powershell Script startet gewöhnlich nicht durch Doppelklick, sondern es muss zunächst über die Powershell Konsole aufgerufen werden oder mit einem anderen Tool wie z.B. PowerGUI. Man kann dies umgehen, indem man das Skript über einen Shortcut anspricht. Ich zeige das exemplarisch anhand eines Shortcuts auf dem Desktop, der ein Powershell Skript startet.

Ablauf

Dummy Shortcut auf dem Desktop erstellen.

PS_short01

Unter Windows7 wird man nach Ort und Name der Verknüpfung gefragt. Bei älteren Systemen wie z.B. Server 2003 wird im ersten Schritt nur nach dem Ort gefragt.

PS_short02

PS_short03

Danach erhält man zunächst eine Dummy Verknüpfung, die noch nichts mit Powershell zu tun hat.

PS_short04Wir ändern nun die Eigenschaften. Als Ziel geben wir folgenden Pfad ein:

%SystemRoot%\system32\WindowsPowerShell\v1.0\powershell.exe -ExecutionPolicy Bypass -File "D:\Skripte\test.ps1"

Dabei ist es egal welche Version von Powershell auf dem System installiert ist. Der Pfad lautet immer “\v1.0\”.

Die Bypass Option ermöglicht die Ausführung des Scripts auch dann, wenn die ExecutionPolicy der Shell auf “Restricted” steht. Ist das ein Sicherheitsproblem? – Nein. Wer Rechte hat, auf einem System Scripte auszuführen, der hat ohnehin schon vollen Zugang.
PS_short05

Nach Bestätigung mit OK ändert sich das Aussehen unseres Shortcuts:

PS_short06Bei Ausführung erscheint noch das Powershell Konsolenfenster. Wer das nicht möchte kann folgenden Parameter hinzufügen:

-WindowStyle Hidden