Mikro-Tipp: esxcli Kommandoliste

Es sind gelegentlich die einfachen Dinge, die einem das Leben erleichtern. Kürzlich war ich auf der Suche nach einer Übersicht der verfügbaren esxcli Kommandos. Dafür gibt es erfreulicherweise auch einen esxcli Befehl. Die komplette Liste aller esxcli Kommandos kann man sich ausgeben lassen mit:

esxcli esxcli command list

HBA Driver und Firmware Version ermitteln

Vor Upgradevorgängen ist es ratsam, einen Blick in die VMware HCL zu werfen und Hostsystem und IO-Devices auf Kompatibilität zu prüfen. Hierbei ist das Zusammenspiel von Treiberversion, Firmware und VMware ESXi Version entscheidend. Auch kleinere Updates können mit dem Verlust der HCL Kompatibilität einhergehen. Ein System, das bei Installation noch HCL-konform war, muss es nach dem dritten Update nicht mehr zwingend sein. Durch Updates aktualisierte Treiber können möglicherweise eine höhere Firmware erfordern.

Nun kann man sich glücklich schätzen, wenn man eine Software im Einsatz hat, die einem die mühevolle Suche abnimmt. Runecast Analyzer leistet hier sehr gute Dienste und zeigt auf einen Blick bestehende Inkompatibilitäten. Darüber hinaus kann man ein Upgrade zu einer beliebigen vSphere-Version simulieren und den HCL-Status ermitteln.

Leider haben viele Kunden keine derartige Software im Einsatz und so muss man auf die Bordmittel der ESXi Shell zurückgreifen. Dafür muss SSH auf den Hosts aktiviert werden. Entweder über den vSphere-Client, oder sehr schnell und elegant über ein PowerCLI Kommando.

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vSwitch Wiederherstellung mit dem CLI

Virtuelle Distributed-Switches (vDS) haben zahlreiche Vorteile gegenüber Standard vSwitches. Durch die zentrale Verwaltung und einheitliche Konfiguration über alle Hosts, ist weniger Raum für Konfigurationsfehler im Vergleich zu Standard vSwitches. Nennt mich altmodisch, aber ich habe dennoch gerne das Management Interface des Hosts an einem klassischen Standard vSwitch. Wenn irgendetwas dummes passiert kann man dann immer noch den Host erreichen und Änderungen vornehmen.

Kürzlich ist der Host eines Kunden ausgefallen. Nach der Wiederherstellung und Rückspielung der Konfiguration war die Nummerierung der vmnics aus noch nicht geklärter Ursache vertauscht. Der Host war daher weder über vCenter, noch über Hostclient ansprechbar. Der Kunde hatte nicht genügend vmnics im Host und konfigurierte daher das Management Network über eine Portgruppe auf dem vDS. Das ist erlaubt und in der Regel kein Problem. In diesem speziellen Fall war es jedoch durchaus ein Problem. Ich war im wörtlichen Sinn vom Host ausgesperrt. Normalerweise könnte man über das Direct Console User Interface (DCUI) die Zuordnung der vmnics zum Management Netzwerk neu organisieren. Das funktionierte jedoch nicht, da alle vmnics von Distributed vSwitches beansprucht waren. Sie konnten daher keinem Standard vSwitch und somit auch nicht dem Management Kernelport zugeordnet werden.

Was nun?

Es gibt einen Ausweg aus dieser Lage. Dazu muss man Zugang zum CLI des DCUI haben. Über eine lokal angeschlossene KVM-Konsole, ILO oder iRMC kann man sich auf dem Host anmelden und wählt im Hauptmenü „Troubleshooting Options“.

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ESXi Host Recovery mit Hindernissen

Verbindung mit EVC Cluster scheitert nach ESXi Host Restore

Der Austausch von defekten ESXi Bootmedien wurde inzwischen leider zur Routine. Der Gund sind Flashmedien von schlechter Qualität und daher kurzer Lebensdauer. Man muss hier allerdings fairerweise anfügen, daß einige Kunden günstige USB-Sticks als Bootmedium verwenden. Im Homelab ist das praktisch, im Produktivcluster eine schlechte Idee.

Die übliche Prozedur dafür ist recht einfach:

  • Host Konfiguration exportieren
  • Host räumen und herunterfahren
  • Neues Bootmedium vorbereiten mit einem ISO, das den selben oder einen niedrigeren Patchlevel hat, als die ursprüngliche Installation.
  • Frisch installierten Host booten
  • IP Adresse (temporär) vergeben, falls kein DHCP Server erreichbar ist
  • Hostkonfiguration wiederherstellen
  • Mit Cluster verbinden
  • Fehlende Patches nachinstallieren

So weit, so gut. Aber letzte Woche wurde die Routineaufgabe zur Herausforderung.

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