vSAN Health – vSAN Disk Balance

Wer am VMware Customer Experience Improvement Program (CEIP) teilnimmt, kann im Cluster die Skyline-Health Funktion nutzen. In älteren Versionen wurde diese noch vSphere-Health bzw. vSAN-Health genannt. Beide Funktionen sind nun unter dem Namen Skyine-Health vereint. Man kann Skyline-Health im vSphere-Client unter Monitor > vSAN > Skyline Health erreichen.

Beim start meines Homelabs stieß ich heute auf eine Warnung.

Beim Blick in die Details konnte ich sehen, dass die Disk eines Hosts diese Meldung verursachte. Dort stand „Proactive rebalance is needed“.

Normalerweise verteilt ein vSAN Cluster die Lasten automatisch über alle Kapazitäts-Disks. Aus irgendeinem Grund war dies offensichtlich in meinem Cluster nicht der Fall. Skyline-Health gibt hier direkt Hilfestellung dies zu ändern. In den Details der Warnmeldung ist ein Link zu den erweiterten Clustereinstellungen (Bild unten).

Wie hier klar zu sehen ist, war der Cluster nicht für automatische Verteilung konfiguriert.

Man aktiviert die Funktion mit dem Schieberegler. Wenige Minuten später wechselte die Warnung auf Status „Grün“. Wie lange das in Produktivumgebungen dauert, hängt von der Auslastung des Clusters und dem Grad des Ungleichgewichts ab. Dies kann unter Umständen mehrere Minuten bis hin zu Stunden dauern.

Links

VMware KB 2149809 – vSAN proactive rebalance

vSAN Homelab Cluster – Teil 2

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Die Ware ist da

Letzten Dienstag freute ich mich richtig über eine Sendungsbenachrichtigung des Paketboten. Die Hardware ist unterwegs. Jetzt war es an der Zeit die Verkabelung klar zu machen. Ich mag keine Gordischen Knoten aus Patch- und Stromkabeln. Kabel werden beschriftet und mit Klettband gebündelt. Um es einfach zu halten, werde ich das vSAN Netz und Management LAN im ersten Schritt nicht redundant auslegen. Das sind aber immer noch 8 Patchkabel, die es zu verlegen gilt, plus vier Kabel für das iPMI Remotemanagement. Später fand ich heraus, dass das iPMI Interface einen Fallback auf den LAN Port macht, wenn am dedizierten Remotemanagement Port kein Kabel angeschlossen ist. Sehr erfreulich, denn es erspart vier Kabel und Switchports.

Host Hardware

Alle vier Hosts kamen fertig bestückt und hatten zu diesem Zeitpunkt bereits einen Burn-in Test bestanden. Die Servergehäuse sind kompakt und haben ungefähr die Abmessungen einer kleinen Pizzabox. 25,5 cm breit, 4,5 cm hoch und 22,5 cm tief. Aber vor dem Drücken des Startknopfes muss ich eine Blick unter die Haube werfen. 🙂

Beginnen wir mit der Rückseite. Wie man im Bild unten erkennen kann, ist der Server gut mit Anschlüssen ausgestattet. In der unteren linken Ecke ist der 12V Stomanschluss. Das Kabel kann mit einer Überwurfmutter fixiert werden. Dann folgen zwei USB 3.0 Anschlüsse und der iPMI Anschluss darüber. Das iPMI kommt ab Werk mit Videoumleitung (HTML5 oder Java). Dafür ist keine gesonderte Lizenz nötig.

In der Mitte sehen wir 4×1 Gbit (i350) LAN Anschlüsse und vier 10 Gbit (X722) Anschlüsse. Davon sind zwei als SFP+ ausgelegt. In der unteren rechten Ecke ist der VGA Anschluss, der aber Dank Video-Umleitung nicht gebraucht wird. Dennoch ist es gut, einen für Notfälle zur Verfügung zu haben.

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vSAN Homelab Cluster – Teil 1

Planungsphase

Es gehört zu meinem beruflichen Alltag, mich ständig mit neuen Techniken zu befassen und diese zu auf Praxistauglichkeit zu testen. Einige Produkte kann man sicherlich in einer einfachen VMware Workstation VM installieren, andere jedoch erfordern komplexe multi Server Installationen und komplexe Netze. In der Vergangenheit machte ich solche Tests mit sogenannten „nested“ vSphere, oder vSAN Clustern. Dabei werden ESXi Hosts in Virtuellen Maschinen installiert. Der Host Datenspeicher ist wiederum eine virtuelle Disk, die auf der Fesplatte der Workstation liegt. Naja, es funktioniert so gut wie es sich anhört. Man braucht jedoch nicht viel Phantasie sich vorzustellen, dass ein vSAN Cluster mit virtuellen Flash Disks, die letztlich auf drehenden SATA Disks liegen, richtig besch****… ähm, nicht wirklich Spass machen.

Für echte Tests benötige ich „echtes Blech“, wie wir in der IT sagen. Ich schaute mich also längere Zeit nach gebrauchten Servern um. Das Problem dabei ist vielschichtig. Zum einen verwenden viele Kunden Ihre Hardware, bis diese im wörtlichen Sinne auseinander fällt, oder aus der VMware HCL altert. Hardware, auf der man nicht die neuesten Produkte betreiben kann ist letztlich nur noch Elektronikschrott. Zum anderen sind Industrie-Standardserver nicht wirklich bürotauglich. Sie konsumieren soviel Strom wie ein Heizlüfter auf Ecstasy und benötigen viel Platz. Nicht gerade die beste Wahl, um sie neben den Schreibtisch zu stellen.

Ich habe eine Weile nach einer kompakten Lösung gesucht. Die Intel NUC Serie schien zunächst ein möglicher Kandidat zu sein. Intel NUC sind in der Homelab-Szene recht beliebt, da sie klein, leise und nicht sehr teuer sind (zumindest im Vergleich zu einem Server). 🙂 Was mich jedoch vom Kauf abgehalten hat, war der Mangel an Netzwerk-Adaptern und die sehr eingeschränkte Erweiterungsmöglichkeit mit SSD für Caching und Kapazität.

Anfang dieses Jahres machte mich jemand auf die Supermicro E300-9D Serie aufmerksam. Diese Mikroserver sahen vielversprechend aus. Immer noch kompakt, aber ausgestattet mit 8 echten LAN-Ports (davon 4 mit 10 GBit) und M.2 Schnittstellen für NVMe Flash-Speicher. William Lam hat einen ausgezeicheten Blogpost zum E300-9D veröffentlicht. Das kleine Schmuckstück kann mit einem SATA DOM Bootmedium und bis zu drei NVMe Disks bestückt werden. Darüber hinaus ist die E300-9D Serie auf der VMware HCL gelistet. Wie cool ist das denn!?

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