Setup Pernixdata FVP 2.5

PernixData ist der erste und derzeit einzuge Anbieter von Hypervisor basierter Storage Beschleunigung. Dabei müssen weder Storage, noch Virtuelle Maschinen modifiziert werden. Die Beschleunigung lässt sich schnell an- und abschalten. Die Beschleunigung kann entweder für einzelne VMs aktiviert werden, oder für ganze Datenspeicher. Hierfür notwendig ist allein die Installation eines Kernelmoduls im ESX Server und ein Management-Server zur Steuerung. Die notwendigen Installations- und Konfigurationsschritte zeigt dieser Blogartikel.

Kernelmodule installieren

Sehr angenehm ist die Tatsache, daß sich die Kernelmodule mittels Update-Manager (vUM) installieren lassen. Zunächst muss dafür das Host-extension Paket importiert werden.

Home > Update Manager > Patch-Repository > Import Patches

pernixsetup01Den Pfad zum ZIP File angeben.

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Die Übersicht zeigt Informationen zum Modul.
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Create Baseline

Für den Import muss eine Baseline definiert werden. Diese erstellt man im Register Baselines and Groups über den Link „Create“.

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Der neuen Baseline wird ein aussagekräftiger Name zugeteilt. Wichtig ist hier die Richige Auswahl des Baseline Typs: Host Extensionpernixsetup05

Damit man die importierte Extension schnell findet, empfielt sich die Filterung der Ansicht. Hier mit Suchstring „pernix“. Die markierte Extension PernixData FVP wird mit dem Pfeil (sh. Bild) übernommen.pernixsetup06

Nochmal eine Übersicht zur Kontrolle.pernixsetup07

Neben den Host-Patches erscheint nun eine Host Extension Baseline in der Liste.pernixsetup08

Ganz ähnlich wie bei ESXi Upgrades, muss auch diese Baseline an Hosts oder Cluster angehängt werden.

Hosts and clusters > ESX Host > Update Manager > Attach

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Hier wird die Baseline markiert und ausgewählt.

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Remediate

Für die Standardisierung muss sich der ESX Host im Wartungsmodus befinden. Nach Abschluss erfolgt ein automatischer Reboot.

In der Ansicht ESXi Host > Update Manager > Attached Baselines wird die Baseline markiert und standardisiert (Remediate). Wichtig ist auch hier, dass der Typ Extension Baseline gewählt ist.

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Der Standardisierungsdialog ist identisch mit Host Upgrades. Hier sollten die Optionen bei „Disable FT“ und „Disable HA admission control“ gesetzt werden (gelbe Markierung). Der Punkt „Parrallel remediation“ ist optional und nur interessant, wenn mehrere Hosts gleichzeitig standardisiert werden sollen (z.B. bei großer Zahl an ESX Servern). Ich bevorzuge in Testumgebungen einzelne Standardisierung nacheinander.

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Installation Management-Server

Für Konfiguration und Monitoring benötigt Pernix FVP einen Management Server.

Voraussetzungen

  • OS mindestens Server 2008 (x64)
  • mindestens 8 GB RAM
  • 4 CPU cores (in Testumgebungen auch 2 CPU cores möglich)
  • .net Framework 3.5.1 SP1
  • Domänenkonto als Dienstkonto mit lokalen Adminrechten auf dem Managementserver.

Setup

Verwendet wurde im Beispiel ein Windows Server 2008 R2 VM mit 4 vCPU und 8 GB RAM.

Der Domain-User für die Installation muß in die Gruppe der lokalen Administratoren aufgenommen werden. Dieser benötigt auch vollen administrativen Zugriff auf vCenter. Alle weiteren Installationen werden dann mit dem pernix Domain-User durchgeführt.

Zuerst wird das Feature .net 3.5.1 installiert.

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SQL-Express Setup

In Test- und kleineren Umgebungen kann man durchaus eine SQL-Express Datenbank verwenden. Vor installation des Pernix Management Servers sollte diese installiert, und eine Instanz PRNX_SQLEXP vorhanden sein. Die Installation startet man per CLI. Um an die dafür notwendige Datei Setup.exe zu gelangen muss der Installer entpackt werden. Man startet hierzu das SQL-Express Paket (hier: SQLEXPRWT_x64_DEU.exe) und wartet bis das Installationscenter erscheint.

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Jetzt findet man in der Regel auf C:\ ein Verzeichnis mit den entpackten Setupdateien. Der Name kann abweichen. Das Datum muss aktuell sein.

pernixsetup15Darin befindet sich der entpackte Installer. Zweckmäßigerweise kopiert man den Inhalt an einen alternativen Ort (z.B. c:\tmp\unpack), denn nach Beenden des Installationscenters wird obiger Ordner wieder gelöscht. Das Handbuch liefert einen passenden Setup CLI Befehl zur Installation der SQL-Express Instanz.

cd c:\tmp\unpack
Setup.exe /ACTION=install /IACCEPTSQLSERVERLICENSETERMS /SQLSVCACCOUNT="NT AUTHORITY\SYSTEM" /HIDECONSOLE /QS /FEATURES=SQL /SQLSYSADMINACCOUNTS="BUILTIN\ADMINISTRATORS" /NPENABLED="1" /TCPENABLED="1" /INSTANCENAME=PRNX_SQLEXP

Für die neue Instanz muss muss das TCP/IP Protokoll aktiviert werden. In der Regel macht dies der Setup Befehl, aber dies muss überprüft werden.
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Management-Server installieren

Jetzt ist das System bereit für die eigentliche Installation des Management Servers.

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An dieser Stelle das Pernix Domänenkonto eintragen, das auch administrativen Zugang zu vCenter hat.pernixsetup19 pernixsetup20 pernixsetup21

JRE Installation mit Yes quittieren.pernixsetup22

Fertig 🙂pernixsetup23

Konfiguration

Bevor man einen Produktivcluster erzeugt, ist es empfehlenswert einen „Monitor-Cluster“ ohne Beschleunigung zu definieren. Dieser sammelt Daten über das IO-Verhalten der zugeordneten VMs. Zu einem späteren Zeitpunkt können dann VMs in den eigentlichen Pernix-Cluster mit Beschleunigung transferiert werden. Die historischen Leistungsdaten bleiben dabei erhalten und man sieht sehr schön den Unterschied.

 

FVP-Cluster erstellen

Im Webclient erscheint unter vCenter ein neuer Abschnitt FVP Clusters.

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Im Register Objekte kann mit dem linken Icon ein neuer Cluster erzeugt werden.pernixsetup25

Es wird ein zugehöriger vCenter Cluster ausgewählt.pernixsetup26

Standardmäßig verwendet der Management Server ein selbstsigniertes Zertifikat, das zu einer Warnung im Browser führt (hier: Chrome). Es muss einmalig eine Ausnahme hinzugefügt werden.pernixsetup27

Der Tab kann geschlossen werden.pernixsetup28

Der neu erstellte FVP-Cluster enthält zunächst nur die ESX Server des zugefügten vSphere Clusters, jedoch ohne Beschleunigungs-Ressourcen. Diese können je nach Verfügbarkeit SSD, PCIe-Flash oder RAM sein.pernixsetup29

Der Testcluster enthält weder SSD, noch Flash-Devices. Daher wird ein Teil des Arbeitsspeichers zur beschleunigung verwendet. Das Minimum beträgt 4 GB je Host. Der zugewiesene RAM muss ein Vielfaches von 4 sein. pernixsetup30

Ich habe pro Host 16 GB aus Beschleunigungs-Ressource zur Verfügung gestellt. pernixsetup31

Der fertig konfigurierte Cluster in der Übersicht.

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Monitor-Cluster

Die Erzeugung eines Monitor-Mode Clusters geht analog dem oben beschriebenen Verfahren, jedoch werden keine Ressourcen zugeteilt. VMs können zwischen den Clustern wechseln. Die Leistungsdaten bleiben erhalten.

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Links

 

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